Auf ein Wort: "Fürchte dich nicht" (Jesaja 41,10)

Liebe Gemeinde,

Ende März haben wir in unserem Hauskreis, der aufgrund der Corona-Situation via Skype stattfand, einen Abschnitt aus dem Propheten Jesaja gelesen und für uns und unsere Situation bedacht:

Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwählt habe,
du Same Abrahams, meines Geliebten,
du, den ich fest ergriffen habe von den Enden der Erde her
und berufen von ihren Grenzen, zu dem ich sprach:
Du sollst mein Knecht sein ich erwähle dich und verwerfe dich nicht –,
fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht,
denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch,  
ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.
Siehe, zu Spott und zuschanden sollen werden alle, die dich hassen;  
sie sollen werden wie nichts  
und die Leute, die mit dir streiten, sollen umkommen.
Wenn du nach ihnen fragst, wirst du die nicht finden, die mit dir hadern.  
Es sollen werden wie nichts und ein Ende haben, die dich bekämpfen.
Denn ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst
und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!
Fürchte dich nicht, du Würmlein Jakob, du armer Haufe Israel.
Ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlöser ist der Heilige Israels.
(Jesaja 41,8-14)

 Klar, diese Worte sind zu einer anderen Zeit und zu einem anderen Anlass gesprochen. Aber der Heilige Geist gebraucht immer wieder die Worte der Bibel, um in unsere Situation hineinzusprechen. So fühlten auch wir uns angesprochen, ermutigt und getröstet.

Ist Ihnen, lieber Leser, aufgefallen, wie oft in diesen Versen die Aufforderung bzw. der Zuspruch auftaucht "Fürchte dich nicht"?

Bevor ich es verrate – möchten Sie den obigen Text noch einmal lesen? Dreimal lesen wir "Fürchte dich nicht". Dreimal spricht Gott seinem Volk zu "Fürchte dich nicht". Und jedes Mal steht betont dabei: "Ich bin dein Gott. Ich bin der HERR". Ist das nicht eine wunderbare Zusage? Du, Sie, ich – wir brauchen uns nicht zu fürchten. Nicht weil wir so stark sind oder unverwundbar oder fehlerlos oder allwissend oder so tapfer, sondern weil der Schöpfer des Himmels und der Erde, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs durch den Glauben an Jesus Christus unser Gott ist.

Es geht noch weiter: Ebenfalls dreimal kommt das Versprechen vor "Ich helfe dir“. Und Sie werden beim (wiederholten) Lesen dieses Jesaja-Textes sicher noch manches für sich entdecken – vielleicht eine weitere Zusage, einen Trost oder einen Auftrag.

„Fürchte dich nicht. Ich helfe dir!" – das ist unser Gott. So hat er sich in der ganzen Bibel und insbesondere in Jesus Christus offenbart. Gnädig und barmherzig, offene Arme für alle, die zu ihm kommen, zu ihm umkehren – vielleicht zum ersten Mal oder nach langen Jahren wieder.

Diese 2 x 3 Zusagen haben uns Ende März gut getan. Sie bleiben aber nicht auf besondere Krisenzeiten in dieser Welt oder im persönlichen Leben beschränkt. Diese 2 x 3 Zusagen sind etwas für jeden Tag! Ich möchte und kann nicht ohne sie sein, genauer gesagt, ohne diesen Herrn Jesus Christus, ohne diesen dreieinigen Gott!

Ich wünsche Ihnen, dass Sie das ganz persönlich in Ihrer Situation erleben!

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Sommerzeit,  Segen für Körper und Seele!


Ihr Pfarrer Andreas Strauß